www.hundesport-und-tanz.de
Eintrag vom:   03.04.2020
Welpen-Theorie 04.04.20

Samstag 04.04..20
Beißhemmung - Schnappen in Hände, Kledung, Leine

Hunde sind Raubtiere, sie haben beachtliche Zähne im Maul (= Waffen), mit denen sie bei 
Gelegenheit auch zubeißen. Damit dieses später im Alltag keine Rolle spielt, sollte schon 
der Welpe darauf trainiert werden, dass das Beißen in Menschen komplett tabu ist.

Schon bevor euer Welpe zu euch kam, lernte er im Geschwisterkreis, dass das Beißen in ein 
anderes Lebewesen eine Reaktion auslöst: Wenn ein Welpe den anderen zu fest beißt, schreit
dieser und beendet das Spiel – oder er beißt zurück. Beides ist für den Welpen unangenehm
und er lernt sein Zubeißen zu kontrollieren, so dass sein Spielpartner weiter mit ihm spielt.

Als euer Welpe bei euch einzog, verlor er von jetzt auf gleich seine Spielpartner – aber er fand
neue – seine neuen menschlichen Familienmitglieder! Natürlich spielt der Welpe zunächst auf
die Art, wie er es bisher mit seinen Wurfgeschwistern getan hat. Nun ist aber menschliche Haut
 für diese Spielweise nicht geeignet. Der Hund muss lernen, dass er bei Menschen eine weit
 größere Beißhemmung zeigen muss, als bei Artgenossen.

Regeln:
1. Achtung! Auch der netteste Hund kann in eine Situation geraten, wo er beißen will 
(jemand tritt ihm auf den Schwanz oä.) Ein Hund mit guter Beißhemmung wird in die Luft 
schnappen, so dass kein Zahn die Haut berührt. Dies ist gerade im Hinbick auf Kinder lebenswichtig.
Jeder Hund muss eine Beißhemmung erlernen!
2. Rauhe Kampfspiele zwischen Junghund und Menschen sind nicht ratsam. Es ist für den
 Hund weit schwerer zu verstehen, dass er nicht mit allen Menschen so spielen darf, als wenn
 diese Spiele grundsätzlich unterbleiben. (Mann sollte diese Kampfspiele dann lieber auf Spieltaue
 oä. umlenken).
3. Die Leine ist kein Spielzeug! Sie wird zur Führung des Hundes verwendet und ist als verlängerter
 Arm nicht zum Spielen und Rangeln da!

Hausaufgabe
Vergisst sich der Welpe im Spiel und greift mit seinen nadelscharfen Zähnen fest auf Haut oder 
in Kleidung, so ruft man laut „Aua“ und unterbricht das Spiel. Man dreht sich weg und steht 
möglichst ruhig. Nach kurzer Zeit bietet man dem Hund ein Zerrspiel  mit einem Spieleseil oä.
 an, bei dem man kräftig toben kann (Achtung Zahnwechsel, den Welpen nicht zu doll
 schütteln oder gar am Spielzeug hochheben).

Nun kann es aber sein, dass der Welpe, das „Aua“-Rufen etc. sehr lustig findet und dann
 erst recht aufdreht und zuschnappt. Nun folgt eine grollende Verwarnung „Nein“. Ist man 
in der Wohnung, kann man sich danach wie ein Wolf-Alttier verhalten, dem die Welpen zu viel
 werden – diese ziehen sich auf unerreichbare Schlafplätze zurück, der Mensch verlässt
 für fünf Minuten das Zimmer oder packt den Welpen in Box oder Welpenauslauf. Der Verlust des
 Sozialkontaktes ist für den Welpen schlimmste Strafe und darf nicht länger als wenige Minuten
 dauern.

Vorgehensweise für Kinder:
Kinder sind spätestens wenn der Hund in das Junghundalter kommt nicht mehr in der 
Lage den Hund richtig zu maßregeln. Sollte der Hund sie in dieser Phase in Frage stellen und sich 
bei einer Maßregelung zur Wehr setzen, könnte das fatale Folgen haben.
Deshalb gilt ganz klar: Hunde spielen nur unter Aufsicht mit Kindern. Insbesondere so lange
 der Hund noch Tendenzen wie Hackenbeißen oä. zeigt. Die Kinder sollen, sobald der Hund
 anfängt zu zwicken oder beim Laufen in die Beine zu beißen „Aua“ rufen, stehenbleiben, sich 
aufrichten und Weggucken – das Spiel ist in diesem Moment zu Ende. Ein Erwachsener, der die
 Situation sieht, kann den zu übermütigen Welpen in diesem Moment verwarnen, das 
Kind n i c h t !!

Hausaufgabe: Wie gebe ich richtig ein Leckerchen?
Man nehme ein sehr schmackhaftes Leckerchen und halte es vor dem Welpen in die Luft. 
Versucht der Welpe danach zu schnappen oder zu springen, wird das Leckerchen nach 
oben weg gezogen. Sobald der Welpe sich beruhigt und sich womöglich hinsetzt, bewegt man
 das Leckerchen langsam auf ihn zu. Ist der Welpe ganz ruhig und bleibt sitzen, kommt das 
Leckerchen langsam bei ihm an und er darf es fressen, springt er wieder auf, wird das 
Leckerchen erneut weggezogen.
Bei dieser Übung darf nicht gesprochen werden! Der Welpe lernt sich von sich aus zu beherrschen
 und wird in Zukunft ganz ruhig Futter annehmen können.



Eintrag vom:   03.04.2020
Junghund-Theorie 04.04.20

Samstag 04.04.20
Kastration: Vor- und Nachteile

Begriffs-Erklärung: 
· Kastration kommt aus dem Lateinischen (castratus) und heisst "Entmannung". Das Entfernen der 
Keimdrüsen (Hoden, Eierstöcke). 
· Sterilisation (Unfruchtbarmachung) durch Unterbinden der Ausführungsgänge der Geschlechtsdrüsen.

Früher wurde die Kastration aus medizinischer Sicht stark befürwortet. Vor kurzem hat sich aber gezeigt, 
dass gerade bei der Hündin die Kastration kaum Einfluss auf die Entwicklung von Gesäugekrebs hat! 
Andere Krebsarten kommen bei kastrierten Hunden vermehrt vor. Da sich durch die Kastration 
Bänder, etc. lockern ist bei kastrierten Hunden die Gefahr von Kreuzbandrissen erhöht.

Die Gewichtszunahme ist kein Argument gegen eine Kastration, denn das Füttern liegt in der 
Verantwortung des Besitzers.

Durch die Kastration verändert sich das Fell, die Unterwolle nimmt deutlich zu.

Rüde:
Vorteile
Alle Verhaltensweisen, die durch Testosteron gesteuert werden lassen nach (Streunen, permanentes 
Markieren, Aggression gegen gleichgeschlechtliche Artgenossen)
Ein Rüde, der tagelang jault oder nicht frisst, wenn im Umkreis eine Hündin läufig ist, entspannt 
sich wieder.

Nachteile
Ein unsicherer bzw. ängstlicher Rüde wird nach Kastration noch sehr viel ängstlicher.
Ein kastrierter Rüde wird von Artgenossen wie eine Hündin wahr genommen, dies kann ihn zumindest 
zeitweise stark verunsichern. Dies gilt besonders bei frühen Kastrationen.
Ungewünschtes Verhalten wie Territorialität oder Jaagdverhalten oder Aggresion gegen Menschen 
sind durch die Kastration unbeeinflusst.

Hündin
Vorteile
Hündin mit sehr unregelmäßigem oder kurzen Läufigkeitsintervallen, entspannen sich
 hormonell.
Hündinnen mit starker körperlicher oder psychischer Scheinträchtigkeit leben nach Kastration 
wesentlich entspannter.

Nachteile
Insbesondere bei großwüchsigen Rassen kann es nach der Kastration zu Inkontinenz kommen.
Sehr zickige Hündinnen werden zu sog. „Rüdinnen“ und werden sozial unverträglich.
Sehr ängstliche Hündinnen werden noch unsicherer.
Eine früh kastrierte Hündin lernt erst sehr spät sich gegen aufdringliche Rüden zu wehren, da ihre
 Reifung nicht komplett ist.

Fazit:
Jeder muss für sich und seinen Hund eine individuelle Lösung finden, bitte keine schnellen 
Entscheidungen!



Eintrag vom:   15.03.2020
Corona und die Hundeschule

Stand: 15.03.2020
Corona-Auswirkungen auf den Hundeschulbetrieb

Liebe Hundefreunde,

aufgrund der aktuellen Lage reagieren wir als Hundeschule und passen den laufenden Betrieb an:

bis Ostern pausieren alle Kurse in der Reithalle (Agility, Dogdance, Obedience für Fortgeschrittene am Donnerstag)
bis Osterdienstag findet die Spiel- und Spass-Stunde nicht statt. 

bis auf weiteres finden ganz normal statt (unter Beachtung der unten stehenden Corona-Regeln):
Welpenkindergarten
Junghundstunde
Familienhundekurse (der Theorieabend am 18.03. wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben!!)
Obediencegrundkurse
Obedience für Fortgeschrittene am Samstag
Erziehungsspaziergänge
Einzelstunden (nach Absprache)

Regeln zu Corona-Zeiten: 
1. Es finden ausschließlich Kurse bzw. Einzelstunden an der frischen Luft unter freiem Himmel statt.
2. Teilnehmer, die sich nicht gesund fühlen, bleiben definitiv zuhause
3. Während der Kurse achten alle auf Mindestabstände zueinander (2 Meter), selbstverständlich werden Körperkontakte vermieden.
4. Alle hygienischen Empfehlungen des Robert-Koch- Instituts sind einzuhalten! (siehe: HYGIENEHINWEISE ROBERT-KOCH-INSTITUT)
5. Das Hunde-Freispiel wird nur in geordneten Maßen stattfinden können.

Unseren Hunden zuliebe lassen sich diese etwas umständlichen Regeln sicher einhalten, wir hoffen auf Eure Mithilfe und Euer Verständnis,

Bleibt gesund und bis bald,
euer Hundesport und -tanz-Team

P.S.: Bitte schaut immer wieder auf der Homepage nach, ob es u.U. einen neuen Stand zum Trainingsbetrieb gibt!!!



Eintrag vom:   27.01.2020
Neue Erziehungsspaziergänge ab 11. Februar

Am Dienstag  Nachmittag (17.00 - 18.00 Uhr) gibt es fortlaufend neue Erziehungsspaziergänge. 

- Vertiefung bzw. Auffrischung des Grundgehorsams  
- Training von Alltagssituationen in der Gruppe.

Termine:

11.02. Bahnhof Raisdorf
18.02. Raisdorf Gewerbegebiet
25.02. Selent City
03.03. Neu Schönberg Seebrücke
10.03. Strand Heidkate
17.03. Malente Kurpark
24.03. Wald Fargau (Schleppleine)

Uhrzeit: Dienstags, 17.00 – 18.00 Uhr
Dauer: ca. 60 Minuten

Kosten: 10,00 Euro pro Hund

An wechselnden Orten werden wir in überschaubaren Gruppen
an den klassischen Gehorsamsknackpunkten arbeiten: Leinenführigkeit,
Abrufübungen, Bleib-Übungen und der Bewältigung ortsspezifischer Umweltsituationen.

Diese Spaziergänge sind für Hunde älter 9 Monate gedacht, die bereits
am Familienhundekurs bzw. Obedience-Grundkurs teilgenommen haben.

Dieses Angebot ist absichtlich kein Kurs, sondern besteht aus Einzelterminen,
damit sich jeder genau die Erziehungsschwerpunkte heraussuchen kann,
die für den eigenen Hund wichtig sind.

Demzufolge muss man sich für jeden Termin einzeln per email anmelden.
Erst nach schriftlicher Anmeldung und erfolgter Bestätigung kann man an
den jeweiligen Spaziergängen teilnehmen (es sollen ja keine Riesengruppen
entstehen). Mit der Bestätigung bekommt man auch den aktuellen Treffpunkt
für den Spaziergang genannt.